Moneymonster im Film und TV – diese 5 Dinge fressen das Produktionsbudget auf!

Moneymonster in der Produktion

Filme wie Avatar, Fluch der Karibik, Herr der Ringe oder auch Titanic sind dafür bekannt, dass ihre Produktionsbudgets besonders hoch waren. Kosten von 200 bis 300 Millionen Dollar sind bei modernen Blockbustern keine Seltenheit mehr. Doch was ist es eigentlich, dass Kino – und TV Filme so teuer macht? Hier sind die 5 teuersten Faktoren, die das Produktionsbudget zum Explodieren bringen.

Die 5 größten Moneymonster bei einer Filmproduktion

1. Filmusik
Wer seinen Blockbuster mit Songs von bekannten Interpreten veredeln möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Große Filmproduktionen geben bis zu 8% ihres Budgets für die musikalische Untermalung ihres Streifens aus. Wer sich zusätzlich ein speziell auf den eigenen Film zugeschnittenes Titellied wünscht, muss noch etwas Geld drauf legen. Beispiele für solche Lieder sind „I see fire“ von Ed Sheeran für den Film „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ oder Christina Aguileras Song „Car Wash“ für den Film „Große Haie – Kleine Fische“.

2. Schauspieler
Bekanntermaßen beziehen bekannte Schauspieler für ihre Darstellungen in großen Produktionen eine Menge Geld. Stars wie Angelina Jolie, Will Smith, Leonardo Di Caprio oder Denzel Washington bekommen bis zu 20 Millionen Dollar Gage pro Film und werden anschließend noch an den Gewinnen der Streifen beteiligt. Auf diese Weise können die Einnahmen schon mal 30 bis 40 Millionen Dollar betragen. Deutsche Stars, selbst solche, die in erfolgreichen Formaten wie dem „Tatort“ mit spielen, können von solchen Gagen nur träumen. Die Top Verdiener wie Maria Furtwängler oder Ullrich Tukur bekommen pro Drehtag zwischen 6000 und 15.000 Euro.
http://www.gala.de/lifestyle/film-tv-musik/deutsche-stars–das-verdienen-deutschlands-schauspieler-20714804.html

3. Produktionskosten im engeren Sinne
Die Produktionskosten im engeren Sinne beschreiben die Kosten die anfallen, um die richtigen Drehorte auszuwählen, zu optimieren und an Drehtagen für die Bevölkerung zu sperren, die Kosten für die Kostüme und Filmsets, sowie die Unterbringungskosten (Hotel) und die Verpflegung für das ganze Team. Hinzu kommen noch die Gehälter und Löhne für alle an der Produktion beteiligten Angestellten und externen Dienstleister. Teure Special Effects und die digitale Effektbearbeitung ganzer Film Sequenzen lassen auch noch einmal Kosten im zweistelligen Millionenbereich entstehen. Auch die Postproduktion wie der Schnitt oder das Unterlegen der abgedrehten Bilder mit Musik sind noch einmal sehr umfangreich und können auch kostentechnisch zu Buche schlagen. Auch das Realisieren der sogenannten „Visual Effects“ (digitale Effekte), die häufig von Spezialfilmen übernommen werden müssen, können sehr teuer sein. Bis zu einem Drittel der Budgets großer Produktionen für Kinofilme gehen mittlerweile für aufwendige Visual Effects drauf.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Filmbudget

Versicherungen und juristische Betreuung
Diesen Kostenfaktor haben wohl nur die wenigsten Menschen auf dem Schirm, wenn sie an Moneymonster in Film und TV Produktionen denken. Dabei spielen diese Faktoren im Rahmen der Kalkulation des kompletten Filmbudgets eine nicht zu unterschätzende Rolle. Egal ob Versicherungen gegen Produktionsausfälle, Versicherungen, die Schäden abdecken, die Dritten durch die Produktion entstehen könnten oder Versicherungen für die Schauspieler, es gibt kaum etwas, das bei einem Filmdreh nicht versichert werden muss. So verwundert es auch nicht, dass die Kosten für die Versicherungen im Durchschnitt zwei bis drei Prozent des Filmbudgets betragen und in Einzelfällen noch viel höher sein können. Je mehr Verletzungsgefahr einer Produktion innewohnt, desto höher sind in der Regel auch die zu entrichtenden Versicherungsprämien.
Ein weiterer Kostenfaktor sind die an dem Filmprojekt beteiligten Anwälte und die im Vorfeld der Produktion zu erwerbenden Rechte. Angefangen damit, dass Produzenten die Rechte eines Buchautors oder Computerspiele Herstellers erwerben müssen, um die darin entwickelte Idee in einen Film zu verwandeln. Die Kosten für diese Rechte können sehr unterschiedlich hoch ausfallen. Mal handelt es sich nur um ein paar tausend Dollar, mal um gleich mehrere Millionen. Auch im Nachgang der Filmproduktion müssen noch Anwälte für Tätigkeiten wie die Wahrung der Rechte der Produktionsfirma in Bezug auf die unrechtmäßige Verbreitung von Filmmaterial oder anderen Rechtsverletzungen der Produktionsfirma entlohnt werden.

Quellen: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/filmversicherung-the-oscar-goes-to-allianz/1714482.html
http://www.filmtrip.de/was-filme-so-teuer-macht.html

5. Marketing Maßnahmen
Die Kosten für ein professionelles und breit gefächertes Marketing in der Filmbranche sind in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Besonders große Hollywood Blockbuster geben etliche Millionen Dollar für Marketing – und Werbemaßnahmen aus. Ein großer Kinofilm hat zum Beispiel ein Marketingbudget von 39 Millionen Dollar, was rund zwei Drittel der Produktionskosten von rund 100 Millionen Dollar entspricht. Dabei sind es schon längst nicht mehr nur Fernseh- und Kinotrailer, welche die Neugierde der potentiellen Zuschauer anstacheln sollen. Breit angelegte Social Media Strategien gehören zu einem modernen Marketing genauso dazu wie detaillierte Informationen zu den im Film auftretenden Schauspielern und der Verbreitung von spannenden Film Teasern.

Quellen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hollywood-wird-teuer-grosse-filme-grosse-kosten-1.816441
http://www.rp-online.de/kultur/film/mehr-immer-mehr-aid-1.4503992